Hörstörungen bei Erwachsenen

Menschen, die erst nach dem Spracherwerb eine Hörschädigung erleiden und mit Hörgeräten oder einem Cochlea-Implantat versorgt sind, sind mit der Anforderung einer Neuorientierung und Umstellung in vielen Lebensbereichen konfrontiert.

Sprachliche Merkmale wie Stimmqualität, Sprechtempo, Rhythmus, Akzente und Intonation, die Informationen über Gefühle geben, werden eventuell nicht gehört. Die eigene Stimme kann im Hinblick auf diese Qualitäten schlechter kontrolliert werden. In Gruppengesprächen kann der Gesprächspartner nur schlecht verstanden werden oder es treten Missverständnisse auf.

In der Therapie wird durch Übungen des Hörens und Horchens ein (Wieder-) Aufbau der hörverarbeitenden Strukturen des Gehirns erarbeitet.