Redeflussstörung bei Kindern

Fast alle Kinder haben im Lauf ihrer Entwicklung Phasen, in denen sie „unflüssig“ sprechen. Das gehört zur normalen Sprachentwicklung und verschwindet auch zu gegebener Zeit. Bei einigen Kindern verfestigen sich jedoch die Symptome und es entwickelt sich tatsächlich ein Stottern und/oder Poltern.

Hier ist es sehr wichtig, den Unterschied zu erkennen, um gegebenenfalls so früh wie möglich mit einer Therapie zu beginnen. Das kindliche Gehirn ist um so vieles lernfähiger und so wird vermieden, dass sich unflüssige Sprechmuster als „gelernt“ verfestigen und das Kind ein Störungsbewusstsein aufbaut, das es in seiner gesamten Persönlichkeitsentwicklung beeinflusst.

Ihr Kind lernt in der Therapie, sein Sprechen wahrzunehmen und es zu steuern, unter Berücksichtigung seiner Gesamt-Sprachentwicklung und der individuellen Ausgangsbedingen.

Die Familie wird mit einbezogen; das Gefühl, nicht allein mit seinem Problem zu sein, motiviert das Kind zusätzlich. So werden alle Therapieschritte für die Eltern nachvollziehbar besprochen und sie für den Umgang mit dem Kind beraten: z.B.

–       das Stottern des Kindes nicht zu ignorieren,

–       eine Rückmeldung zu geben, wenn man bemerkt, dass es schwierig war für das Kind, etwas zu erzählen,

–       dem Kind zu signalisieren, dass die Eltern sich vor allem für das interessieren, was es erzählt, nicht so sehr, wie es spricht….