Sprachentwicklungsstörung oder –verzögerung

Immer wieder kann es vorkommen, dass ein Kind auch noch in einem Alter, in dem man das nicht mehr erwartet, Laute fehlerhaft ausspricht, sie weglässt oder durch andere ersetzt (z.B. Bume statt Blume, Tinderdarten statt Kindergarten).

Dazu kann kommen, dass der Wortschatz des Kindes eingeschränkt ist und das grammatische Regelsystem nur ungenügend umgesetzt wird. Wenn das Kind Worte nicht in die Mehrzahl oder Vergangenheit setzen kann, Verben nicht in die richtige Person und Zahl, Substantive nicht in den richtigen Fall, dann wird es Schwierigkeiten haben, zu kommunizieren.

Ein Kind sollte etwa ab seinem vierten Geburtstag in der Lage sein, so zu sprechen, dass es auch ein Fremder versteht. Es sollte über Dinge reden können, die in der Vergangenheit oder Zukunft liegen und kleine Geschichten erzählen können.

Wenn der Spracherwerb eines Kindes verzögert oder beeinträchtigt ist, kann dies an offensichtlichen Risikofaktoren wie Hörstörungen, genetisch bedingten Krankheiten (Syndrome) oder an traumatischen oder entzündlichen Erkrankungen des Gehirns und Nervensystems liegen.

Oft ist die Ursache aber unklar, das heißt, es gibt keinen Grund für Eltern, Schuldgefühle zu haben.

Umso wichtiger ist es aber, zu handeln, um die Fähigkeiten des Kindes zu erweitern und zu stabilisieren. Sprachentwicklungsstörungen müssen behandelt werden, damit sich ein Kind in guter Kommunikation mit seinen Eltern, Freunden und Lehrern intellektuell und psychisch optimal entwickeln kann.

Ich therapiere je nach Störungsbild, Bedarf und Möglichkeiten des Kindes nach den Methoden von Dr. Barbara Zollinger, Prof. Annette Fox, McGinnis mod. Renate Meir, Dr. Anne Schulte-Mäter, Patrizia Sandrieser, Anita Kittel, Daniel Garliner, Beatriz Padovan u.a.