Stimmstörung (Dysphonie) bei Erwachsenen

Organische Veränderungen an den Strukturen des Kehlkopfes z.B. durch Unfall oder Operationen aber auch durch Ödeme, Entzündungen oder Knötchen können eine Beeinträchtigung der Stimmqualität bewirken. Die Stimme klingt heiser, behaucht, zu tief, monoton oder erlischt komplett.

 

 

Auch durch Über- oder Fehlbelastung der stimmgebenden Muskulatur entstehen Stimmstörungen. Zu viel und zu lautes Sprechen gegen Umgebungsgeräusche (Schule, Kindergarten, Call-Center), Sprechen in trockener, staubiger Umgebung, Sprechen in ständiger emotionaler Belastung (Konfliktgespräche) bleibt nicht ohne Folgen. Die Stimme ermüdet rasch, wird brüchig, heiser, gepresst, es stellen sich Missempfindungen wie Brennen, Kratzen, Kloss- und Druckgefühle ein.

Logopädinnen und Logopäden erläutern ihren Patienten den ärztlichen Befund und klären sie über die komplexen Zusammenhänge der Stimmproduktion auf. Möglichkeiten der Stimmpflege und Stimmschonung und deren Umsetzung in der individuellen Lebenssituation des Einzelnen werden besprochen.

In einer Therapie, die auch die Haltung und Körperspannung, die Atmung und Bewegung mit einbezieht verbessert der Patient durch unterstützende ganzkörperliche Bewegungen und sensible Stimmgebung seine Kehlkopfmuskulatur. Bei organischen Veränderungen wird der Aufbau einer Ersatz-Stimmgebung gefördert.